35 mm

Wie Dir sicherlich auffällt, schreibe ich meine Blog-Artikel von nun an auf deutsch. Dadurch erreiche ich meine wichtigsten Leser einfach besser.

 

Du hast sicherlich schon einmal etwas von Festbrennweiten im Bereich Fotografie gehört. Diese besitzen -wie das Wort schon sagt- eine feste Brennweite. Hier kann man nicht einfach zoomen, man muss seine Beine bewegen um den Bildausschnitt zu verändern.

 

Eine Brennweite bestimmt ganz grob gesagt wie das Objektiv die Welt für uns abbildet. Die meisten Fotografen werden sicherlich ein 35mm und ein 50mm Objektiv in der Tasche haben.

 

 

 

Wo liegt nun hier der Unterschied? Das 50mm Objektiv bildet die Welt ähnlich ab wie wir sie mit unserem Auge sehen können. Das 50er ist zudem auch relativ billig zu haben und wird deshalb auch "nifty-fifty" genannt. Es ist ein Allrounder und eignet sich auch hervorragend für Portraits da es das Gesicht nicht zu sehr verzerrt (Du kennst sicherlich die "Knubbelnase" bei einem iPhone Selfie).

 

Bei einem 35mm Objektiv ist im Gegensatz zum 50mm Objektiv etwas mehr auf dem Bildausschnitt zu sehen (je geringer die Brennweite, desto größer der Bildausschnitt). Es wird deshalb auch "Reportageobjektiv" genannt da man bei gleichem Abstand mehr aufs Bild bekommt als mit einem 50er. Auch das 35er ist ein Allrounder. Es eignet sich für Landschaft, Street und  in Gegensatz zum 50er auch in engeren Räumen. Ich benutze es aber auch sehr gerne für Portraits, da ich dann mehr von der Umgebung im Bild habe. Wenn man allerdings zu nahe an jemanden herangeht, fängt dieses Objektiv schon an das Gesicht zu verzerren, man bekommt dadurch die "Knubbelnase". Das 35er zwingt einen somit mehr über die Bildkomposition nachzudenken und zugleich näher an die Szene heranzugehen, man wird somit Teil des Bildes- und das sieht man diesen Bildern regelrecht an. Sie wirken schlicht und einfach lebendiger. Die Bilder die Du hier im Artikel siehst habe ich ausschließlich mit einem 35mm Objektiv aufgenommen.

 

Wenn man sich eine zeitlang auf nur eine Brennweite beschränkt kann man damit das Bild "sehen" bevor man den Auslöser drückt. Im letzten halben Jahr habe ich fast ausschließlich mit einem 50er fotografiert. So langsam kenne ich diese Brennweite sehr gut.

Um mich fotografisch weiterzuentwickeln, werde daher für das nächste halbe Jahr ausschließlich mit meinem 35er fotografieren. Dadurch werde ich mich noch mehr mit dem Thema Bildkomposition beschäftigen. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass ich mir im Vorfeld nicht mehr überlegen muss welches Objektiv ich auf eine Fototour mitnehmen werde. Durch diese Einschränkung erlangt man letztendlich auf wieder mehr kreative Freiheit.

 

Ich will mit meinen Bildern Geschichten erzählen- und ich denke, dass ich das mit einem 35er sehr gut realisieren lässt.

 

Was ist dein Lieblingsobjektiv? Fotografierst du mit Festbrennweiten oder lieber mit Zoom?

Kommentare: 2
  • #2

    Kevin (Donnerstag, 13 Oktober 2016 01:32)

    @ Joi: vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Bei den Festbrennweiten kann ich dir voll und ganz zustimmen, die sind der Hammer, klein und sehr scharf! Nach Deinen Bildern zu urteilen machst du ja sehr viel Portraits, da kommt ein natürlich 85er sehr gut! Viele Grüße, Kevin

  • #1

    Joi (Mittwoch, 12 Oktober 2016 13:40)

    Wie immer sehr schön geschrieben! Ich finde, man muss bei Deinen Artikeln immer bis zum Ende lesen...
    Mein aktuelles Lieblingsobjektiv ist das 85mm <3
    Und - ich liebe Festbrennweiten! Mein Zoom benutze ich kaum noch....